5 Sehenswürdigkeiten, 1 Partystraßen, 3 Bars & Kneipen, 1 Restaurants, 1 Hotels in Kanchanaburi, Thailand – mit Viertel, Öffnungszeiten, Preisen und Hinweisen. Auf der Hauptseite gibt es dazu Karte, Filter „Jetzt geöffnet“, „In der Nähe“, Weiterreise, Visa und Notrufnummern – auch auf Englisch, Französisch, Russisch und Niederländisch.
Die Brücke am Kwai ist durch den Film „Die Brücke am Kwai“ von 1957 weltbekannt. Sie war Teil der Thailand-Burma-Eisenbahn, die die japanische Armee im Zweiten Weltkrieg in nur rund 16 Monaten bauen ließ, um ihre Truppen zu versorgen. Zehntausende alliierte Kriegsgefangene und Hunderttausende Zwangsarbeiter aus Asien mussten unter unmenschlichen Bedingungen schuften; so viele starben, dass sie die „Todesbahn“ genannt wird. Die heutige Stahlbrücke wurde im Krieg bombardiert; die runden Bögen sind original, die eckigen Mittelteile wurden danach ersetzt. Man darf über die Brücke laufen, muss aber auf den Zug achten, der hier noch mehrmals täglich fährt. Wer mag, fährt mit der Bahn ein Stück weiter über das spektakuläre Wang-Po-Viadukt. Rund um die Brücke gibt es Restaurants, Läden und kleine Museen. Abends findet im Herbst eine Licht- und Tonshow statt. Der Besuch ist kostenlos.
Die Eisenbahnbrücke der „Todesbahn“ aus dem Zweiten Weltkrieg; man darf darüber laufen.
Öffnungszeiten und Eintritt vor dem Besuch prüfen.
Der Soldatenfriedhof von Kanchanaburi ist der größte Friedhof für Kriegsgefangene, die beim Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn starben. Hier ruhen fast 7.000 Soldaten, vor allem aus Großbritannien, Australien und den Niederlanden. Die Anlage wird von der Commonwealth War Graves Commission vorbildlich gepflegt: gerade Reihen schlichter Grabplatten in einem grünen Rasen mit Blumen, auf vielen stehen Name, Alter und eine persönliche Inschrift der Familie. Viele der Männer waren erst Anfang zwanzig. Der Ort ist still und bewegend. Gleich gegenüber liegt das Thailand-Burma Railway Centre, ein ausgezeichnetes Museum, das mit Fotos, Fundstücken und Berichten die Geschichte des Bahnbaus erzählt – ein Besuch dort vorher hilft, den Friedhof besser zu verstehen. Der Friedhof ist kostenlos und tagsüber geöffnet. Bitte ruhig und respektvoll verhalten. Er liegt mitten in der Stadt, nahe dem Bahnhof, und ist zu Fuß erreichbar.
Gepflegter Friedhof für fast 7.000 Kriegsgefangene, die beim Bau der Bahn starben.
Öffnungszeiten und Eintritt vor dem Besuch prüfen.
Der Erawan-Nationalpark liegt etwa 65 Kilometer nordwestlich von Kanchanaburi und ist berühmt für seine Wasserfälle. Auf sieben Stufen fließt das Wasser durch den Dschungel, und jede Stufe hat ein eigenes Becken mit milchig-türkisfarbenem Wasser, das durch den Kalkstein entsteht. Der Name stammt vom dreiköpfigen Elefanten Erawan aus der Mythologie, an den die oberste Stufe erinnern soll. Ein Pfad von etwa zwei Kilometern führt bergauf von Stufe zu Stufe; die unteren sind leicht zu erreichen, die oberen erfordern Klettern über Steine und Holzleitern. In vielen Becken darf man baden, kleine Fische knabbern an den Füßen. Es wird eine Nationalparkgebühr erhoben, und Plastikflaschen müssen mit Pfand registriert werden. Früh kommen lohnt sich, die oberen Stufen schließen am Nachmittag. Badesachen und rutschfeste Schuhe mitnehmen. Busse fahren ab Kanchanaburi, bequemer sind Roller, Auto oder Tour.
Sieben Stufen türkisfarbener Wasserfälle mit Badebecken.
Öffnungszeiten und Eintritt vor dem Besuch prüfen.
Der Hellfire Pass, etwa 80 Kilometer nordwestlich von Kanchanaburi, ist der bekannteste Abschnitt der Thailand-Burma-Eisenbahn. Hier mussten Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter 1943 mit einfachsten Werkzeugen einen tiefen Einschnitt durch massiven Fels schlagen. Gearbeitet wurde Tag und Nacht; das Licht der Fackeln, das die ausgemergelten Männer flackernd beleuchtete, gab dem Ort den Namen „Höllenfeuer-Pass“. Viele starben an Erschöpfung, Hunger, Krankheiten und Misshandlungen. Ein von Australien eingerichtetes Museum erzählt mit Fotos, Gegenständen und Zeitzeugenberichten eindrucksvoll davon; der Audioguide ist sehr zu empfehlen. Vom Museum führt ein Wanderweg hinunter zum Einschnitt und weiter entlang der ehemaligen Bahntrasse, auf der noch Schwellen und Bohrlöcher zu sehen sind. Für Museum und Weg sollte man zwei bis drei Stunden einplanen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Festes Schuhwerk und Wasser mitnehmen.
Ausgehauener Felseinschnitt der Todesbahn mit eindrucksvollem Museum.
Öffnungszeiten und Eintritt vor dem Besuch prüfen.
Das JEATH-Kriegsmuseum liegt in Kanchanaburi am Ufer des Mae Klong und wurde 1977 von einem Mönch des benachbarten Tempels gegründet. Der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Länder zusammen, deren Menschen beim Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn litten: Japan, England, Australien und Amerika, Thailand und Holland. Das Museum ist schlicht: Ein Teil ist in einer Nachbildung der Bambushütten untergebracht, in denen die Kriegsgefangenen lebten. Ausgestellt sind Fotos, Zeichnungen der Gefangenen, Werkzeuge, Waffen und persönliche Gegenstände, die das harte Leben an der „Todesbahn“ zeigen. Es ist kleiner und einfacher als das Thailand-Burma Railway Centre, aber durch seine Authentizität bewegend. Der Eintritt ist gering. Ein Besuch dauert etwa eine halbe Stunde. Das Museum lässt sich gut mit der Brücke am Kwai und dem Soldatenfriedhof verbinden.
Kleines Museum in einer Bambushütte über den Bau der Todesbahn.
Öffnungszeiten und Eintritt vor dem Besuch prüfen.
Am Fluss Kwai · die meisten Bars bis ca. Mitternacht
Die Maenam Kwai Road in Kanchanaburi verläuft parallel zum River Kwai und ist die Backpacker-Straße der Stadt. Hier gibt es billige Bars, Lokale, Gästehäuser und Reisebüros, darunter Aussie Rules Bar, Su Bar, Vibe und Blue Jeans.
Das ist gut: Die Stimmung ist locker und gesellig, die Preise sind niedrig, und viele Gästehäuser liegen direkt am Fluss. Nach einem Tag an der Brücke am Kwai oder in den Erawan-Wasserfällen ist hier ein entspannter Abend möglich.
Darauf aufpassen: Die Straße ist lang und abends teils schlecht beleuchtet; mit Taschenlampe oder per Tuk-Tuk zurückgehen. In einigen Bars arbeiten Barfrauen, und Lady Drinks kosten mehr. An Partynächten auf Flößen auf dem Fluss kann es sehr laut werden – bei der Unterkunftswahl beachten. Nicht betrunken im Fluss schwimmen, die Strömung ist stark.
Backpacker-Straße parallel zum River Kwai mit billigen Bars, Lokalen und Gästehäusern, z. B. Aussie Rules Bar, Su Bar, Vibe und Blue Jeans. Quellen: Culture Trip, hotels.com, visitthailandtoday.com (2026).