6 Sehenswürdigkeiten, 1 Partystraßen, 4 Bars & Kneipen, 3 Restaurants, 3 Hotels in Battambang, Kambodscha – mit Viertel, Öffnungszeiten, Preisen und Hinweisen. Auf der Hauptseite gibt es dazu Karte, Filter „Jetzt geöffnet“, „In der Nähe“, Weiterreise, Visa und Notrufnummern – auch auf Englisch, Französisch, Russisch und Niederländisch.
Der Bambuszug, auf Khmer „Norry“, ist eines der ungewöhnlichsten Erlebnisse in Kambodscha. Früher bauten Einheimische einfache Plattformen aus Bambus, legten sie auf zwei Achsen und trieben sie mit einem kleinen Motor über die alten, kaum genutzten Bahngleise, um Waren und Menschen zu transportieren. Kommen sich zwei Wagen entgegen, wird der leichtere einfach abgebaut, neben die Schienen gehoben und danach wieder aufgesetzt. Durch die Modernisierung der Bahnstrecke verschwand der ursprüngliche Norry; heute gibt es eine eigene Touristenstrecke am Stadtrand von Battambang. Die Fahrt geht ratternd durch Reisfelder und Dörfer, an einer Haltestelle gibt es Getränke und Souvenirs. Eine Fahrt dauert etwa eine halbe bis ganze Stunde. Man sitzt auf Matten direkt über dem Holz – festhalten und Hut gut sichern. Ein lustiges Erlebnis, gerade in Kombination mit einer Tuk-Tuk-Tour durch die Umgebung.
Fahrt auf einer Bambusplattform über alte Gleise – ein Erlebnis, heute als Touristenstrecke.
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Phnom Sampeau ist ein Kalksteinberg etwa zwölf Kilometer westlich von Battambang mit Tempeln, Pagoden und Höhlen. Steile Treppen oder eine Straße führen nach oben, von wo man weit über die Reisfelder blickt. Der Berg hat auch eine dunkle Geschichte: In den Höhlen ermordeten die Roten Khmer zahlreiche Menschen; eine Gedenkstätte mit Knochen und einem liegenden Buddha erinnert daran. Bekannt ist Phnom Sampeau vor allem für ein Naturschauspiel: Jeden Abend kurz vor Sonnenuntergang strömen Millionen Fledermäuse aus einer Höhle am Fuß des Berges. Etwa eine halbe Stunde lang ziehen sie wie ein dunkles Band über den Himmel auf Insektenjagd. Man sollte gegen 17 Uhr da sein, damit man einen guten Platz hat; an den Ständen gibt es Getränke. Eine Taschenlampe für den Rückweg und Mückenschutz sind nützlich. Gut kombinierbar mit einer Tuk-Tuk-Tour am Nachmittag.
Tempelberg mit Höhlen; zur Dämmerung fliegen Millionen Fledermäuse aus der Höhle.
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Wat Banan, etwa 20 Kilometer südlich von Battambang, ist ein Tempel aus der Angkor-Zeit, der im 11. Jahrhundert auf einem Hügel erbaut wurde. Seine fünf Türme erinnern an eine kleinere Ausgabe von Angkor Wat. Um hinaufzukommen, steigt man rund 350 steile Stufen einer alten Laterittreppe hinauf, gesäumt von Naga-Schlangen. Oben wird man mit einem stimmungsvollen, kaum besuchten Tempel belohnt, der trotz Plünderungen gut erhalten ist, und mit einem weiten Rundblick über Reisfelder, Palmen und die Ebene. Anders als in Angkor ist man hier oft fast allein. Am angenehmsten ist der Aufstieg am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, wenn es kühler ist; Wasser mitnehmen. Am Fuß des Hügels gibt es kleine Stände mit Getränken und Snacks. Für den Besuch einschließlich Aufstieg sollte man etwa eine bis anderthalb Stunden einplanen. Eine kleine Gebühr wird am Aufgang erhoben.
Angkor-Tempel aus dem 11. Jh. auf einem Hügel, über 350 Stufen zu erreichen.
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Phare Ponleu Selpak, übersetzt „die Helligkeit der Künste“, ist eine gemeinnützige Kunst- und Zirkusschule in Battambang. Sie wurde in den 1990er-Jahren von jungen Kambodschanern gegründet, die in Flüchtlingslagern erlebt hatten, wie Kunst beim Verarbeiten von Krieg und Trauma helfen kann. Heute lernen hier Kinder und Jugendliche aus armen Familien Zirkuskunst, Musik, Theater, Malerei und Animation, dazu gibt es eine reguläre Schule. Aus der Einrichtung ging der bekannte Phare-Zirkus in Siem Reap hervor. Auf dem Gelände am Stadtrand finden mehrmals pro Woche abends Vorstellungen statt, bei denen Schülerinnen und Schüler Akrobatik, Tanz und Livemusik zeigen. Die Atmosphäre ist herzlich und familiär, und die Eintrittsgelder kommen direkt der Schule zugute. Tagsüber kann man oft an einer Führung teilnehmen und in die Kurse hineinschauen. Die genauen Showtage vorher online nachsehen.
Kunst- und Zirkusschule, aus der der Phare-Zirkus hervorging; Vorstellungen am Abend.
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Battambang ist die zweitgrößte Stadt Kambodschas und hat eine der besterhaltenen kolonialen Altstädte des Landes. Rund um den Zentralmarkt Phsar Nath, ein Art-déco-Bau aus den 1930er-Jahren, stehen Reihen von zweistöckigen französischen Geschäftshäusern mit Fensterläden, Balkonen und verblassten Farben. Viele beherbergen heute Cafés, Galerien und kleine Läden. Die Stadt gilt als künstlerisches Zentrum Kambodschas, und an vielen Wänden sind Wandbilder zu entdecken. Am Sangker-Fluss lädt eine Uferpromenade zum Spazieren ein, und abends gibt es dort kleine Essensstände. Einige Galerien und Organisationen bieten geführte Spaziergänge zur Architektur an, die einen guten Einblick in die Geschichte geben. Am angenehmsten ist ein Bummel am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad lässt sich das kompakte Zentrum gut erkunden.
Gut erhaltene französische Geschäftshäuser rund um den Zentralmarkt.
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Wat Ek Phnom liegt etwa elf Kilometer nördlich von Battambang an einem Flussarm und ist eine Tempelruine aus dem 11. Jahrhundert. Der Sandsteintempel aus der Angkor-Zeit ist teilweise eingestürzt, doch über dem Eingang sind noch schöne Reliefs zu sehen, unter anderem die Szene vom Quirlen des Milchozeans. Direkt neben der Ruine steht eine moderne Pagode mit einer großen, sitzenden Buddhastatue, die schon von weitem sichtbar ist. Am Wochenende kommen viele Einheimische zum Beten und Picknicken. Die Fahrt dorthin ist ein Erlebnis für sich: Mit dem Tuk-Tuk oder Fahrrad geht es auf einer kleinen Straße am Fluss entlang, vorbei an Dörfern, in denen Reispapier für Frühlingsrollen hergestellt und in der Sonne getrocknet wird. Am Tempel wird eine kleine Gebühr erhoben. Für den Ausflug sollte man einen halben Tag einplanen.
Tempelruine aus dem 11. Jahrhundert neben einem großen Buddha.
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Street 2.5 ist die kleine Kneipenstraße im Zentrum von Battambang, nur ein paar Schritte vom Zentralmarkt und der Uferpromenade entfernt. Hier reihen sich einige gemütliche Bars, Weinbars und Cafés in alten Kolonialhäusern aneinander, viele mit Tischen auf dem Gehweg.
Das ist gut: Die Stimmung ist entspannt und freundlich, man kommt leicht mit anderen Reisenden und Expats ins Gespräch. Die Preise sind niedrig, die Lautstärke angenehm, und nach dem Abendessen kann man bequem zu Fuß von Bar zu Bar gehen. Ideal für einen ruhigen Abend nach einem Tag mit dem Bambuszug oder den Tempeln.
Darauf aufpassen: Große Partys oder Clubs gibt es hier nicht, und viele Bars schließen schon gegen Mitternacht. Nachts sind einige Seitenstraßen schlecht beleuchtet; für den Rückweg lieber ein Tuk-Tuk nehmen. Handy und Tasche nicht offen auf den Tisch an der Straße legen, da es in Kambodscha immer wieder Diebstähle vom Motorroller aus gibt.
Kleine Kneipenstraße im Zentrum, u. a. Pomme und Vintage Wine Bar.